Auf der Weihnachtsfeier seiner Firma kündigt Robert Bertrand an, demnächst spurlos zu verschwinden. Sein Nachfolger als Geschäftsführer soll Holger Voss werden – eine absurde Wahl. Holger ist ein Nervenbündel, weil er sich von den Kollegen aufs Heftigste gemobbt fühlt, insbesondere von Heidrun Reichert. Was Holger nicht ahnt: Heidrun wird von Helmar, Roberts Sohn, dafür bezahlt, dass sie Holgers Arbeit systematisch sabotiert. Insofern ist seine Paranoia absolut berechtigt. Ebenso gut könnte er sich die teuren Sitzungen bei dem Psychiater Dr. Asendorf sparen, der sowieso ständig vergisst, wer Holger ist. Außerdem schläft Asendorf mit Holgers Frau – und mit Heidrun obendrein. Das Chaos scheint komplett, als Robert eines Tages tatsächlich fort ist: Erst stößt Holger bei einer Buchprüfung auf merkwürdige Unregelmäßigkeiten. Und dann steht plötzlich François in der Tür, Roberts lang verschollener Halbbruder, der Robert zum Verwechseln ähnlich sieht, angeblich seit Jahren Brieftauben mit ihm züchtet und jetzt nachdrücklich Ansprüche auf dessen Erbe anmeldet.
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David Gieselmann, 1972 in Köln geboren, studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin und inszenierte zu der Zeit erste eigene Stücke (u.a. Ernst in Bern) in der freien Theaterszene Berlins. 1999 war er zur...
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