Die Kontrakte des Kaufmanns

Eine Wirtschaftskomödie
Besetzung variabel, mindestens 5 Darsteller/innen

Gier trifft auf Gier in Elfriede Jelineks finsterer Wirtschaftskomödie: die Gier der Anleger nach endlos wachsender Rendite und die Gier der Banker nach maximalem Umsatz. Dass die Maßlosigkeit der einen wie der anderen unweigerlich zur Katastrophe führt, hat die jüngste Vergangenheit gezeigt. Ein Ende des Kapitalismus ist damit jedoch noch lange nicht erreicht – nach dem Crash ist vor dem Crash, und schon sind im Bankgeschäft Millionenboni für die Berater wieder Alltag ... „ ist das Stück zur Stunde, die geschlagen hat, und Jelinek bleibt damit die scharfsinnigste, pointierteste literarische Chronistin unserer Tage ... Ihr typisches Stilmittel, die Sprache assoziativ in immer neue Pirouetten hineinzudrehen, wird hier zum kongenialen Prinzip ... Der Text ist präzis, perfide und polemisch – nach allen Seiten ... (Jelinek) macht Lust aufs Denken. Und Denken, das wusste ja schon ein anderer, der sich dramatisch an einer Weltwirtschaftskrise abarbeitete, Denken heißt Verändern.“ (Theater der Zeit) „Gepriesen sei die Finanzkrise für solche Theaterstücke.“ (die tageszeitung)

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek (*1946, aufgewachsen in Wien) erhielt bereits früh eine umfassende musikalische Ausbildung. 1960 begann sie am Wiener Konservatorium Klavier und Komposition zu studieren, anschließend, nach dem Abitur 1964, Theaterwissenschaft und...

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U: 16.04.2009 Schauspiel Köln in Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg (Regie: Nicolas Stemann)

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