"Das ist am Schlimmsten - Hundertvierzigtausend - es ist am Schlimmsten", sagt Ry und meint die Einwohnerzahl seiner Heimatstadt. Zu klein, um anonym, zu groß, um wirklich familiär zu sein, scheint die Stadt, je näher das Ende der Schulzeit rückt, nur noch verschiedene Variationen eines schubladenförmigen Lebens bereit zu halten. Andererseits fühlen sich hier alle einigermaßen wohl, und der Leidensdruck ist auch noch auszuhalten. Eines Tages aber liegt plötzlich eine Pistole auf der Straße und die Frage stellt sich, was damit wohl anzufangen wäre...
David Gieselmann, 1972 in Köln geboren, studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin und inszenierte zu der Zeit erste eigene Stücke (u.a. Ernst in Bern) in der freien Theaterszene Berlins. 1999 war er zur...
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