Paul ist Angestellter einer Behörde, die an Menschen den „Schnitt“ durchführt, einen operativen Eingriff, der sie von ihren Erinnerungen, ihrem Denken und Fühlen trennt. Auf diesen Schnitt war bislang niemand so versessen wie der junge Mann, der jetzt in Pauls Büro steht. In einer seltsamen Verkehrung der Rollen versucht Paul, ihn davon abzubringen. Der Entschluss des Manns steht jedoch fest, und Paul tut widerwillig seine Pflicht. Zu Hause erzählt er seiner Frau lieber nichts von seiner Arbeit. Trotzdem weiß sie Bescheid. Unmut gegen die barbarischen Methoden rege sich im Land, berichtet sie. Ihr Sohn habe geschrieben. Er studiert und ist offenbar Teil einer wachsenden Protestbewegung. Unweigerlich kommt es zum Umsturz. Paul wird inhaftiert und in seiner Zelle von seinem Sohn besucht, der zu den Technokraten der neuen Ordnung zählt.
Der Schnitt ist das Porträt eines Huxley'schen Zukunftsstaates, der körperliche Gewalt zwar abschafft, aber schnell von einem Gedächtnisverlust geprägt ist, der sich nur einen humaneren Anstrich gibt und so ein weitaus effektiveres Mittel der Kontrolle ist.
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Mark Ravenhill studierte am Drama Department der Universität Bristol, war freier Regisseur und einige Jahre Literary Director (Chefdramaturg) der Londoner Paines Plough Theatre Company. Seine ersten Kurzstücke Fist und His Mouth (beide 1995) wurden...
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