Der Hund des Generals

16H

Vor einer Kommission zur Aufklärung von Kriegsverbrechen muss sich General Rampf u.a. für einen sinnlosen Einsatzbefehl verantworten, bei dem 60 Soldaten starben. Rampf wird persönliche Rache am Soldaten Pfeiffer vorgeworfen, der irrtümlich den Hund des Generals erschossen hatte. Bei der Wertung der Zeugenaussagen wird deutlich, dass der Staatsanwalt nicht vorhat, Rampf zu bestrafen - er greift dessen Behauptung vom Befehlsnotstand auf ... Mit den Mitteln eines betont anti-illusionistischen Theaters zeigt Kipphardt die Wirklichkeit des Krieges aus der Perspektive des einfachen Soldaten Pfeiffer, einziger Überlebender der Aktion, und der des in anderen Dimensionen denkenden Generals. Zudem wird die Prozesssituation unterbrochen von szenischen Rückblenden, Songs, Wochenschau-Material, Projektionen, die nicht nur das Militär anklagen, sondern auch eine Justiz, deren Methoden untauglich sind für die Aufklärung von NS-Verbrechen.

Heinar Kipphardt

Heinar Kipphardt

Heinar Kipphardt (*1922 in Heidersdorf/Schlesien, gestorben 1982 in München) studierte Medizin mit Fachrichtung Psychiatrie in Bonn, Köln, Königsberg, Breslau, Würzburg und Düsseldorf, wo er promovierte. Anschließend arbeitete er als Arzt, u.a. in...

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U: 2.4.1962 Münchner Kammerspiele (R: August Everding)