Das hässliche Universum

Besetzung variabel, mindestens 5 Darsteller_innen

Etwas ist zu Ende gegangen. Noch wirbelt die Asche durch die Luft, steigt Rauch aus den Trümmerhaufen. Im Transitraum, bevor die Gegenwart sich formiert und die Zukunft beginnt, wird die Vergangenheit zu Grabe getragen. „Alles muss brennen“, hat Rosa gesagt, und die Welt ist in Flammen aufgegangen, als hätte sie nur darauf gewartet.
Naumanns rhythmisierter, drängender Text folgt fünf Figuren im Vorfeld der Zerstörung. Sie sind nicht auf Revolution aus, sie sind auf der Suche. Wie kann man richtig handeln, richtig leben in einem Dickicht aus Zwängen und Gegebenheiten? Wie ein Fixpunkt taucht Rosa an ihrem Horizont auf, über Nachrichtenschnipsel und YouTube-Mitschnitte verbreiten sich ihre Botschaften, werden verlinkt, geteilt, kommentiert. Endlich gibt es jemanden, der Haltung zeigt, eine Richtung vorgibt. Erst scheint alles noch logisch und machbar, kleine Schritte der Veränderung, hin zu einer besseren Welt. Doch dann passiert ein Anschlag, die Fronten werden unübersichtlich, die Wut steigt. Fast zärtlich wird die Welt in Brand gesteckt, als könne man sie so auf Null setzen und die Zukunft aus der Asche aufsteigen lassen. Oszillierend zwischen Utopie und Dystopie, ist Das hässliche Universum ein Text über ein sehr heutiges Lebensgefühl und die Frage, ob ein Neubeginn möglich ist.

Laura Naumann

Laura Naumann

Laura Naumann wurde 1989 in Leipzig geboren und wuchs im Kreis Chemnitz auf. Sie absolvierte ein freies kulturelles Jahr am Theater Junge Generation Dresden, und studierte anschließend an der Universität Hildesheim Kreatives Schreiben und...

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