Da drängt was

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Becker demonstriert. Allein, begleitet nur von seinem Overheadprojektor. Aus dem kläglichen Versuch, seine Arbeitslosigkeit zu rechtfertigen, immer wieder konterkariert durch entmutigende Hinweise auf den eigenen Projektorfolien, wird ein Parforceritt durch das bundesdeutsche Angstarsenal. Russenmafia, Freimaurer und Amerikaner geben sich ein Stelldichein, der Bundestag wird entführt und Beckers arbeitgebende Zeitung gleich mit. 11. September, Hartz 4 und McKinsey machen es sich bei Becker gemütlich, zwischen Börsenkursen, Arbeitslosen und Irak-Krieg bleibt ihm kaum noch Luft zum Atmen, und dass er bei dem Gedrängel schließlich nur seinen Job verliert, ist fast ein Grund zur Freude.

Ulrike Syha

Ulrike Syha

geboren am 26.02.1976 in Wiesbaden, 1995 Abitur in Mainz, anschließend Jahrespraktikum am Staatstheater Darmstadt in der Saison 1995/96 – zuerst im Bereich Dramaturgie, dann als Regieassistentin. Ab Winter 1996 Dramaturgie-Studium an der Hochschule...

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U: 28.10.2004 Theaterhaus Jena (Regie: Alice Buddeberg)