Clara S. Musikalische Tragödie

4D / 2H

Das anachronistische Zusammentreffen dreier historischer Personen: Clara und Robert Schumann begegnen dem italienischen Dichterfürsten und Nationalhelden Gabriele d'Annunzio im Jahre 1929 in dessen Villa. Hauptthema ist das Spannungsverhältnis von Kunst und Geld, das vor allem Clara betrifft. Bis zu ihrer Heirat eine berühmte Pianistin und Komponistin, hat sie sich mittlerweile ganz in den Dienst von Roberts Karriere gestellt und ist nur mehr die aufopferungsvolle Künstlergattin. Die "wahnhafte Sucht" des Mannes nach "Ori-gi-na-li-tät" kommentiert und konfrontiert Jelinek mit ihrer eigenen Schreibpraxis - nicht Charaktere treten auf, sondern Figuren als Sprachträger, die sich in einem Geflecht aus fremden Stimmen bewegen. Clara S. demontiert den Geniekult und zeigt die Unmöglichkeit der Frau, ihre Kreativität im Kunstbetrieb zu verwirklichen.

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek (*1946, aufgewachsen in Wien) erhielt bereits früh eine umfassende musikalische Ausbildung. 1960 begann sie am Wiener Konservatorium Klavier und Komposition zu studieren, anschließend, nach dem Abitur 1964, Theaterwissenschaft und...

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U: 24.9.1982 Bühnen der Stadt Bonn (R: Hans Hollmann)

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