Caligula

Deutsch von Uli Aumüller
2D / 11H

Caligula, entstanden 1938, nachdem Camus Suetons De vita Caesarum gelesen hatte, ist die Tragödie maßlosen Machtwillens. Der vom Drang nach dem Absoluten besessene Caligula glaubt, die Treue zu sich durch die Untreue gegen die anderen gewinnen zu können. Caligula ist kein brutaler Despot, sondern ein raffinierter, intellektueller Verbrecher, der seine Untertanen immer weitertreibt, wie in einem Experiment, um zu prüfen, was sie alles erdulden. Als er endlich unter den Dolchen der Verschwörer zusammenbricht, sind seine letzten Worte: "Ich lebe immer noch." - Eine indirekte Aufforderung, dass die Verpflichtung zum Widerstand nie erlischt.

Albert Camus

Albert Camus

Albert Camus (*1913 bei Annaba/Algerien, gestorben 1960 bei einem Autounfall nahe Paris) studierte an der Universität von Algier Philosophie. 1934 trat er der Kommunistischen Partei bei und gründete im Jahr darauf das "Theater der Arbeit". 1937 brach...

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U: 25.9.1945 Théâtre-Hébertot, Paris (R: Paul Oettly)

DSE: 29.1.1947 Staatstheater Stuttgart (R: Helmut Henrichs)