Die Starjournalistin Rosa Sabato gibt im Fernsehen Auskunft über ihr Leben, während ihr Mann Eric, ein bekannter Psychoanalytiker, das Live-Gespräch zu Hause am Bildschirm verfolgt. Seit vielen Jahren lebt das chilenische Ehepaar im Pariser Exil; beide haben eine heimliche Affäre mit Luca, beide wissen nicht, dass Luca ihr gemeinsamer Sohn ist, der seit der Flucht aus ihrer Heimat als verschollen galt. Sehenden Auges und doch blind verstricken sich die Figuren in ein monströses Familiendrama, das ein zweites Fernsehgespräch, diesmal mit Luca, beschließt. "Was sich im Inhaltsabriss wie eine gewaltsam konstruierte Kolportage liest, ist die einfühlsame Fortschreibung des antiken Ödipus-Mythos. Norén ... leuchtet in subtiler Enthüllungstechnik das Beziehungsgeflecht dreier Menschen aus, deren Persönlichkeit durch politische Gewalt zerstört wurde." (WAZ)
Lars Norén (*1944 in Stockholm) begann bereits als Jugendlicher zu schreiben. 1963 erschien sein erster Gedichtband, bis 1980 von weiteren gefolgt, außerdem drei Romanen, von denen Die Bienenväter 1973 auch auf Deutsch erschien. 1968 sendete das...
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