Auschwitz meine Liebe

An einem Tag, der vielleicht sein Geburtstag ist, beginnt Salomon, seine Geschichte zu erzählen. Wie alt er ist, kann er nicht sagen, für ihn begann sein Leben im KZ Auschwitz. Dort wächst er auf, wird zu Hilfsarbeiten herangezogen, als Kurier durch das Lager geschickt und streut im Winter die Wege mit der Asche aus den Gaskammern, in denen er sich zuvor aufwärmen durfte. Und er überlebt. Salomon geht nach Israel, findet in der Musik einen neuen Sinn und bekommt schließlich ausgerechnet in seiner deutschen Heimat, die er nie wieder betreten wollte, eine feste Anstellung an der Oper. Er bleibt, heiratet, bekommt Kinder. Doch erst Jahre später, auf Drängen seiner Enkelin, kann er in Worte fassen, was er in frühester Kindheit erlebt und gesehen hat.
Holger Schober lässt einen Mann sprechen, der mit dem Leben nach Auschwitz ringt, mit dem Glück des Überlebens, mit der Last, nichts aus dieser Zeit vergessen zu können. Ist es möglich, Versöhnung zu finden mit dem Land, mit den Menschen, die zu den grauenhaften Taten der Schoah fähig waren? Kann man es schaffen, ein Leben ohne Hass zu führen, die Wut nicht übermächtig werden zu lassen, sondern tief überzeugt an die Liebe und das Gute im Menschen zu glauben?

Holger Schober

Holger Schober

Geboren 1976 in Graz. Studium der Germanistik und Anglistik, Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar sowie Ausbildung im Fach Kulturmanagement. Ab 1997 schreibt der Autor für die Bühne sowie Drehbücher für Film und Fernsehen. Künstlerische Leitung...

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U: 19.01.2018 Badische Landesbühne Bruchsal (Regie: Joerg Bitterich)