Sarah Kane
Gesäubert
2D - 5H
Deutsch von Elisabeth Plessen, Nils Tabert und Peter Zadek
Sieben Menschen suchen auf dem umzäunten Gelände einer Universität nach Liebe, Hoffnung und Erlösung. "Ein Totentanz, ein makabrer Reigen vergeblicher physischer und psychischer Erregungen, ein archaisches Ritual von Lust und Gewalt. Ein unaufhörliches Aneinander-Vorbei, ein Hilfesuchen und Weh-tun-Müssen. Wenn dieser Text verstört, verwirrt, nicht loslässt, dann nicht wegen seiner Gräueltaten, sondern wegen der fast schmerzhaften Verknäuelung der Realitäts- und Identitätsebenen. Wer ist hier Freund oder Feind? Täter oder Opfer? Er selbst oder schon der andere? Lebendig oder verkrüppelt? Sind glücksfähig nur die Toten, die Wiedergänger, die Schlafwandler? Ist das
die Wirklichkeit noch, die wir kennen, oder schon der Albtraum, vor dem wir uns fürchten? ... Kane beschreibt den Riss, der durch das Universum geht, eine existentielle, heillose Einsamkeit." (Die Zeit)
Über
Sarah Kane
Sarah Kane (geb. 1971 in der Grafschaft Essex; gest. 1999 in London) studierte an den Drama Departments der Universitäten Bristol und Birmingham. Die Uraufführung ihres Debütstücks
Zerbombt wurde in England zu einem Skandal und etablierte Kane zugleich als eine der wichtigsten Dramatikerinnen der 90er Jahre. Außerdem arbeitete sie als Regisseurin und inszenierte am Londoner Gate Theatre die Uraufführung ihres zweiten Stücks,
Phaidras Liebe, und Georg Büchners
Woyzeck. Ihr Drehbuch
Skin wurde von Channel Four/British Screen verfilmt. Sarah Kane beging im Februar 1999 Selbstmord.
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