Siegfried Lenz (*1926 in Lyck/Ostpreußen) wurde 1943 zur Marine eingezogen, desertierte und geriet 1945 in englische Gefangenschaft. Nach dem Krieg studierte er in Hamburg Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft und arbeitete als Feuilletonredakteur. Seit 1951 lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg. Zu seinen berühmtesten Werken gehören So zärtlich war Suleyken (Erzählungen, 1955) und die Romane Brot und Spiele (1959), Stadtgespräch (1963), Deutschstunde (1968) und Heimatmuseum (1978). Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Gerhard-Hauptmann-Preis (1961), dem Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen (1966), dem Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck (1984) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1988).