Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte von 1993 bis 1998 Jura in Passau und Leipzig. Noch vor dem ersten Staatsexamen begann sie 1996 in Leipzig außerdem ein Studium am Deutschen Literaturinstitut, abgeschlossen 2000. 2001 erschien ihr erster Roman, Adler und Engel, wie ihre anderen Bücher, die mittlerweile in fast 30 Sprachen übersetzt wurden, im Verlag Schöffling & Co, Frankfurt/M.
2004 folgte Spieltrieb, dessen Bühnenfassung im März 2006 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg Uraufführung hatte (Dramatisierung: Bernhard Studlar, Regie: Roger Vontobel), und 2007 Schilf, dessen Dramatisierung im Dezember 2007 am Münchner Volkstheater uraufgeführt wurde.
Anfang 2009 erschien die Romanfassung ihres Theaterstücks Corpus Delicti (Schöffling) und im August desselben Jahres das gemeinsam mit Ilija Trojanow verfasste politische Pamphlet Angriff auf die Freiheit (Carl Hanser Verlag, München).
Außerdem hat Zeh Erzählungen, Essays und Zeitungsartikel veröffentlicht. Ausgezeichnet wurde sie als Autorin u. a. mit dem Deutschen Bücherpreis (2002), Rauriser Literaturpreis (2002), Hölderlin-Förderpreis (2003), Ernst-Toller-Preis (2003), dem Per Olov Enquist-Preis (2005), dem Carl-Amery-Preis (2009), dem Gerty-Spies-Literaturpreis (2009) und dem Solothurner Literaturpreis (2009). Für Corpus Delicti erhielt sie 2008 den erstmals verliehenen Jürgen-Bansemer-und-Ute-Nyssen-Dramatikerpreis.
Nach zahlreichen längeren Auslandsaufenthalten promovierte sie 2010 an der Universität Saarbrücken im internationalen Recht (ihre Dissertation behandelt die Rechtsetzungstätigkeit von UN-Übergangsverwaltungen).