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Zwei Literaturpreise für Wolfgang Herrndorf

02.11.2011 – Nach dem Jugendliteraturpreis 2011 erhält Wolfgang Herrndorf nun auch den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster 2012. Die Jury traf ihre Entscheidung unter Würdigung seines Romans Tschick. Der mit 10.000 € dotierte Preis wird im März 2012 verliehen.

Aus der Begründung der Jury:

„Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick" ist ein rasantes Road-Movie, kurzweilig geschrieben, witzig und traurig zugleich. Der Autor schafft jede Menge Situationskomik und skurrile Figuren , aus diesem Blickwinkel wird die deutsche Provinz zu einem großen Abenteuer. Maik, der wohlstandsverwahrloste Ich-Erzähler, leidet an sich und seiner Umwelt, aber er bleibt nicht in Selbstmitleid und Weltschmerz stecken, sondern ist fähig zur Selbstironie - das macht ihn sympathisch und zur perfekten Identifikationsfigur. Auch und gerade für junge Leser. Der Jugendjargon, den Herrndorf gewählt hat, ist mitreißend und auch glaubwürdig, weil er ohne Anbiederei daherkommt."

Robert Koalls Bühnenfassung des Romans wird im November am Staatsschauspiel Dresden (Regie: Jan Gehler) uraufgeführt, gefolgt von Premieren am Deutschen Theater Berlin (Dezember 2011, Regie: Alexander Riemenschneider), Badischen Staatstheater Karlsruhe (Februar 2012, Regie: Ulrike Stöck), Theater Osnabrück (April 2012, Regie: Alexander May), Hans-Otto-Theater Potsdam (Mai 2012, Regie: Sascha Hawemann) sowie am Gostner Hoftheater, Nürnberg (Juni 2012, Regie: Thomas Stang)