27.03.2012 – „Doch, das ist eine Möglichkeit: Man kann David Foster Wallaces 1547-Seiten-Roman auf unglaubliche zweieinviertel Bühnenstunden bringen“, befindet Nachtkritik nach der Premiere von Unendlicher Spaß am Münchner Volkstheater am 22.03.2012. „Indem Bettina Bruinier (Regie) und Katja Friedrich (Dramaturgie) die klug ausgewählten Szenen drei Lokalitäten zuordnen, bekommt die Inszenierung Struktur, ohne unangemessen geradlinig zu geraten.“ Sie übernehmen von der Vorlage „so viele Originalzitate, dass die unendliche Raffinesse, die Schönheit und der Witz jener Sätze deutlich werden, mit denen ein großer Autor vor allem sich selbst zu erklären versuchte, wie Leben geht.“
Auch die Süddeutsche Zeitung meint, dass das Volkstheater bei der Dramatisierung des „Himalayas der Postmoderne“ einen Weg gefunden hat, „der ins schwarze Herz dieses untröstlichen Panoramas der amerikanischen Gesellschaft führt.“
„Es ist tatsächlich gelungen, aus dem 1500-Seiten-Werk eine dramatische Handlung zu destillieren, die als Theaterstoff funktioniert, ohne Stil-Eigenheiten und Fabulierlust des Autors zu vernachlässigen.“ (Münchner Merkur)