22.05.2012 – „Wir haben es hier mit Theatermagie zu tun.“ (Nachtkritik) Wenn David Gieselmann in seinem neuem Stück, das am 22. Mai im Berliner Grips Theater uraufgeführt wurde (Regie: Mina Salehpour), fünf gewalttätige Jugendliche „in einen deeskalierenden Kochkurs steckt, fliegen Möhrenstückchen und verbale Granaten. Gieselmann entschuldigt ihre Taten auch dann nicht, als er die jeweiligen Vorgeschichten aufdröselt, und verweist immer wieder auf ihre entsetzliche Selbstgerechtigkeit. Zugleich zeigt er ihre Hoffnungen und Verletzungen, ihre Träume und Leidenschaften. Offen bleibt der Erfolg des Anti-Aggressions-Trainings – was ordentlich Diskussionsstoff für die Zielgruppe 14+ ergeben dürfte.“ (Berliner Morgenpost)
In Über Jungs wird „die Küche zur Schule des Lebens, in der nicht nur unterrichtet wird, wie man Zwiebeln schneidet, sondern vor allem, was Disziplin und Teamgeist bedeuten“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Gieselmann hebelt Maskulinitäts-Klischees aus und trifft dabei „einen Ton, der kunstvoll ist, auch satirisch, aber nie denunzierend. Er versteht sich darauf, Realitäten ins Absurde kippen zu lassen. Kochen gegen Gewalt – solche Kurse gibt es ja wirklich, sie waren Grundlage der Recherche.“ (Tagesspiegel)