05.10.2011 – „Daniel Karasik baut ein spannendes Psychodrama auf, in dem er die scheinbar so perfekte Welt einer erfolgsorientierten Generation auf den Prüfstand stellt.“ (Allgemeine Zeitung Mainz)
Angeblich hat der junge Aaron eine ältere Dame überfallen, ausgeraubt und umgebracht. Die Beweislage für seine Beteiligung an dem Verbrechen ist allerdings dürftig, und die Polizei glaubt nicht an seine Schuld. Warum beharrt er trotzdem darauf, die Tat begangen zu haben? Warum trägt andererseits ein blutjunger, brillanter Anwalt permanent das Gefühl von Unzulänglichkeit mit sich herum? Aaron und Stanley, beide aus gut situierten Verhältnissen, treffen als Klient und Verteidiger im Gefängnis aufeinander. Trotz Aarons feindseliger Haltung entwickelt Stanley eine Obsession für den Fall. Um zu begreifen, warum Aaron eine Gefängnisstrafe dem Leben in Freiheit vorzieht, dringt er immer tiefer in dessen Welt ein und sieht sich mit den Sehnsüchten, Ängsten und der Abgeklärtheit seiner Altersgenossen konfrontiert – sie spiegeln sich auch in seinem auf die Karriere ausgerichteten Leben wider.
Die deutschsprachige Erstaufführung von Die Unschuldigen war am 25.09.2011 am Staatstheater Mainz (Regie: Philipp Löhle). „Sie sind wirklich wahnsinnig jung. Sie wissen das, aber nicht, was sie damit anfangen sollen. Die einen fühlen sich schon jetzt als Versager, die anderen haben schon jetzt keine Zeit mehr. Die Unschuldigen ist ein Generationenporträt unserer Tage, weit entfernt von Jugend- und Lebensfreudewahn.“ (Frankfurter Rundschau)